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Tobis souveräner Marathon-Sieg in Köl

Tobis souveräner Marathon-Sieg in Köl
Tobis souveräner Marathon-Sieg in Köl

Tobias Blum hat am Sonntag (7.10.18) sein ambitioniertes Versprechen wahr gemacht. Den Köln-Marathon gewann er in 2:16:57 Stunden mit einem Vorsprung von über drei Minuten vor dem Polen Marcin Blazinski (2:20:06 Std.). Mit seiner Zeit traf er fast exakt die angepeilten 2:17 Stunden. Für einen Marathon-Debütanten von 23 Jahren ein sehr ehrgeiziges Ziel. Dass er das erreicht und sogar unterboten hat, macht ihn zu Recht stolz. Seit heute ist er in der ewigen Bestenliste zweitschnellster Saarländer auf dieser Strecke. Schnellster ist seit 1980 der Saarbrücker Werner Dörrenbecher mit 2:12:22 Stunden.

Das Unterfangen in Köln war doch eine gewaltige Aufgabe geworden angesichts des unerwünschten Windes, der am Sonntagmorgen über den komplizierten Kölner Stadtkurs blies. Zwar hatte Tobi, wie er in der Szene heißt, kenianische Pacemaker bei sich, aber ab Kilometer 35 war der hochgewachsene Rehlinger auf sich allein gestellt. „Als die Jungs weg waren, habe ich den Wind deutlich gespürt. Und Tempomacher sind die halbe Miete“, gestand er nach dem Rennen. „Die letzten sieben Kilometer hatte ich Probleme die Beine zu heben. Ich hatte mir das nicht ganz so schlimm vorgestellt.“ Für die 40-fache Deutsche Langstrecken-Meisterin Sabrina Mockenhaupt, die den Schluss des Rennens mitkommentierte, war der Sieg mit diesem Resultat „eine tolle Leistung für einen Jugendlichen!“. Schon vor dem Lauf hatte sie „bei Tobi eine jugendliche Unbekümmertheit“ bemerkt. Für die muntere 37-Jährige ist ein 23-Jähriger doch arg jung.

Nach dem Ziel sackte der völlig erschöpft zusammen, griff sich an den Oberschenkel und ließ sich von Helfern den Muskelkrampf behandeln. Aber bald trabte er an der Zielgeraden entlang und genoss die Ovationen des Publikums.

Weitere Rehlinger Topleistungen

Alexander Bock, der Ende April den Globus-Marathon in St. Wendel gewonnen hatte, kam in Köln unter mehr als 5.000 Teilnehmern als Siebter ins Ziel. Mit 2:29:13 Stunden steigerte der 26-Jährige seine Jahresbestleistung um eindrucksvolle 9:17 Minuten. Anja Strohe bewältigte die 42,195 Kilometer in 3:21:46 Stunden und erreichte damit in der Klasse W45 einen ausgezeichneten zweiten Platz. Vor dem Marathonlauf stand in Köln ein Halbmarathon auf dem Programm. Hierfür hatte sich Reiner Zender zum Saisonabschluss entschieden. Der Deutsche 10.000-Meter-Senioren-Meister gewann die M50-Wertung ähnlich deutlich wie Tobias Blum. Mit 1:17:59 Stunden unterbot er seine Jahresbestzeit vom 18. März um 2:33 Minuten. In der Gesamtwertung über alle Klassen der mehr als 7.000 Teilnehmer platzierte er sich auf dem respektablen 46. Rang.

Martin Neumann von leichtathletik.de berichtet folgendermaßen:

Nach seinem Halbmarathon-Sieg vom Vorjahr wagte sich Tobias Blum (LC Rehlingen) dieses Mal auf die vollen 42,195 Kilometer von Köln und absolvierte ein couragiertes Rennen, bei dem er den zunächst enteilten Polen Marcin Blazinski (LG farbtex Norschwarzwald; 2:20:06 h) schließlich deutlich distanzierte. Nach 2:16:57 Stunden war das Debüt vollbracht, völlig ausgepowert sank der 23-Jährige anschließend zu Boden.

„Das Rennen war härter, als ich mir vorgestellt habe“, sagte er. „Bis 30 Kilometer war es sehr gut, aber dann hat es sich gezogen.“ Gegen Ende des Rennens habe er mit Gegenwind zu kämpfen gehabt und sich nur immer wieder gesagt: „Ich will ins Ziel auf diesen roten Teppich.“ Dort hatte er erstmal einen Krampf. „Und während des Rennens auch bestimmt sieben Mal."

 

Einen ausführlichen Filmbericht zeigte der SR in der Sportarena vom 7.10.18.

Aufzufinden in der Mediathek des SR unter Videos.

 

Foto: Tobias Blum

         Anja Strohe, Alexader Bock, Rainer Zender

 

Lutwin Jungmann

 

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