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01.04.2014

Gold und Silber bei der Senioren-Weltmeisterschaft

Gold und Silber bei der Senioren-Weltmeisterschaft
Gold und Silber bei der Senioren-Weltmeisterschaft
Vier Rehlinger nahmen vom 25. bis 30. März 2014 an der Senioren-Hallen-WM mit Winterwurf und Straßenlauf in Budapest teil. Zwei von Ihnen schafften es aufs Siegerpodium und wurden mit Medaillen ausgezeichnet.
Sogar eine doppelte Ehrung erfuhr die Langstrecklerin Gabi Célette mit einer Gold- und einer Silbermedaille. Im Halbmarathonlauf am Schlusstag legte sie die 21,1 Kilometer als Schnellste ihrer Klasse W55 zurück. Mit 1:31:15 Std. kam sie 29 Sekunden früher ins Ziel als ihre Hauptkonkurrentin Teresa Ruzafa aus Spanien. Nach dem bravourös errungenen Einzel-Gold konnte die unverwüstliche Ausdauersportlerin noch eine Silbermedaille in Empfang nehmen. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Christine Sachs und Silvia Seidl hatte sie in der Mannschaftswertung der W50/W55 der 2. Platz erreicht. Drei Tage zuvor hatte sie in der Halle über 3000 Meter den 4. Platz belegt, nur 1,7 Sekunden hinter der spanischen Bronzemedaillengewinnerin Ruzafa, der sie nun auf der Straße deutlich den Rang ablief.
„Da hab‘ ich einen rausgewuchtet!“
Eine große Überraschung gelang der Wurfspezialistin Margret Klein-Raber in der Disziplin „Gewichtwurf“. Ein Medaillenrang erschien im Vorfeld aussichtslos angesichts der großen Konkurrenz aus 10 Ländern. Es begann aber ganz gut mit 12,92 m im Bereich ihrer bisherigen Leistungsfähigkeit. Die spätere Siegerin Gonny Mik aus den Niederlanden legte gleich 15,51 m vor und blieb unerreichbar. An 2. Stelle lag die Französin Claudine Cacaut mit 13,70 m.
Als die Rehlingerin sich im 4. Versuch auf 12,98 m steigerte, fehlten ihr zum Bronzeplatz, den eine Luxemburgerin innehatte, fünf Zentimeter. Angefeuert von der kleinen, aber stimmgewaltigen saarländischen Fangemeinde (darunter Patricia Metzger, die ihren 50. Geburtstag feierte) legte Margret ihre ganze Energie in den 5. Versuch. „Da habe ich einen rausgewuchtet“,  erzählte sie später, und ließ die 9,08-kg-Kugel auf die saarländische Rekordweite von 13,80 m fliegen.
Das bedeutete erfreulicherweise Rang 3, nachdem sich die Französin vorher auf 13,89 m verbessert hatte. Dann kam der letzte Versuch und mit ihm die große Überraschung. Margrets Kugel landete noch einmal weiter: auf 13,89 m, exakt die Weite der Französin. Bei einer derartigen Gleichheit entscheidet nach dem Reglement der zweitbeste Wurf. Den hatte die Rehlingerin mit 13,80 m und damit die Silbermedaille. „Da war was los!“, schwärmte sie nach ihrer Rückkehr.  Danach musste es schnell gehen, denn vom Budapester Flughafen sollte es bereits 2 ½  Stunden nach dem Wettkampf nach Hause gehen. Eiligst wurde die Siegerehrung anberaumt, die natürlich die WMA-Vizepräsidentin und Vereinskollegin Margit Jungmann vornahm. Zum Umziehen blieb dann keine Zeit mehr. Die Vizeweltmeisterin trug noch ihre Wettkampfkleidung, als sie abends in Saarbrücken landete.
An den Tagen davor hatte Margret Klein-Raber  im Diskuswurf mit 32,06 m den 6. Platz belegt. Im Hammerwurf war die Konkurrenz noch etwas stärker; hier wurde sie mit 36,55 m Siebte. Ihre Vereinskameradin Patricia Metzger kam im Diskus (17,69 m) auf den 12., im Hammerwurf (26,94 m) auf den 15. und im Gewichtwerfen (8,00 m) auf den 16. Rang.
Als Ältester unter den Rehlinger Senioren begann der 75-Jährige Gerhard Adams über 60 m mit 9,31 s im Vorlauf, qualifizierte sich für das Finale und landete dort in 9,48 s auf dem 7. Platz. Im Weitsprung erzielte er 3,34 m und wurde 9. Über 200 m lief er in 36,28 s. die 14. Zeit, und im Hochsprung wurde er mit 1,15 m Zehnter.
Foto Gabi Célette: von Karl-Heinz Flucke

Lutwin Jungmann

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