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04.07.2017

Drei Goldmedaillen und drei Rekorde

Drei Goldmedaillen und drei Rekorde
Drei Goldmedaillen und drei Rekorde

Bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften präsentierten sich die vier Rehlinger Starter/innen in Höchstform. Die kleine LCR-Delegation erkämpfte im sächsischen Zittau drei Gold- eine Silber- und eine Bronzemedaille. Darüber hinaus stellten Margret Klein-Raber und Martina Schumacher insgesamt drei Senioren-Landesrekorde auf.

Zwei Goldmedaillen gewann Martina Schumacher in souveräner Manier bei den W40. Am Samstag distanzierte sie über 1.500 Meter die Konkurrenz um 6,63 Sekunden und stellte mit 4:46,70 Minuten einen neuen Seniorenrekord auf. „So schnell war ich zuletzt in meiner Jugendzeit“, wunderte sich die Junggebliebene über die Steigerung um 4,10 Sekunden. Am Sonntag um viertel nach neun, als die 5.000 Meter gestartet wurden, nieselte es noch im schönen Weinau-Stadion. Aber im Laufe der 12 ½ Runden und mit dem stetig wachsenden Vorsprung von Martina Schumacher hellte sich der Himmel auf und ließ ihren Sieg noch heller strahlen. Nicht die Konkurrenz, sondern der Wunsch nach einer guten Zeit trieb die ehrgeizige Rehlingerin an. Erst auf dem letzten Kilometer bekam sie wieder Tuchfühlung mit dem Feld, als sie der Reihe nach die Konkurrentinnen überrundete. Unter dem Beifall der Tribüne drehte sie zum Schluss noch einmal auf und rannte bis zur Erschöpfung dem Ziel entgegen. 17:54,87 Minuten zeigte die Uhr an, nur 62 Hundertstel mehr als bei ihrer Bestleistung, die sie vor einem Jahr bei gleicher Gelegenheit aufgestellt hatte.  

Margret Klein-Raber hat in diesem Jahr ihre Technik beim Hammerwurf verfeinert und eine Drehung hinzugefügt. Das zahlte sich im Zittauer Ring spürbar aus. Gleich im ersten Durchgang des W50-Wettbewerbs flog ihr Hammer über die 40-Meter-Linie und brachte sie in Führung. Auf 41,49 Meter ließ sie im zweiten Versuch 42,90 Meter folgen. Wegen eines „rätselhaften Tiefs“ im dritten Durchgang prallte der Hammer ins Netz. Nach weiteren Würfen jenseits der 41 Meter schaffte die ambitionierte Rehlingerin, die ungefährdet führte, einen sensationellen sechsten Wurf. Sie feuerte das 3-Kilo-Gerät so perfekt ab, dass die Kugel erst bei 46.06 Metern einschlug. Ihren eigenen Landesrekord übertraf sie um 2,31 Meter. In ihren Jubel, als sie die Weite erfuhr, stimmten die Konkurrentinnen ein, die Margrets Überlegenheit neidlos anerkannten. „Ich weiß gar nicht, wie ich das gemacht habe“, wiederholte sie jedem, der ihr gratulierte. Tags zuvor hatte die Wurfspezialistin schon im Kugelstoßen einen Landesrekord erzielt. Sie stieß die Kugel (aus dem Stand) 11,84 Meter weit und verbesserte ihre Höchstleitung um zwei Zentimeter. Für Silber und Bronze sorgte Reiner Zender. Sowohl über 1.500 Meter als auch über 5.000 Meter der M50 lief er in hohem Tempo an der Spitze mit. Über 1.500 Meter stürzte er knapp geschlagen nach 4:22,42 Minuten ins Ziel, kam auf Platz zwei und bis auf eine Sekunde an seine M50-Bestzeit heran. Höchst dramatisch verlief das 5.000-Meter-Rennen am Sonntagmorgen. Nachdem von Beginn an Marcus Imbsweiler (Heidelberg) und Hardy Flum (LG Hohenfels) enteilt waren, gehörte Reiner zu einer dreiköpfigen Verfolgergruppe, aus der er sich nach knapp vier Kilometern lösen konnte. Als er merkte, dass der Zweite Hardy Flum an Tempo verlor, setzte er zwei Runden vor Schluss zu einer energischen Verfolgung an und holte den Rückstand von etwa 50 Metern in kurzer Zeit auf. 100 Meter vor dem Ziel zog er an dem scheinbar Geschlagenen vorbei und kämpfte auf der Zielgeraden mit aller Macht gegen die eigene Erschöpfung und den Konter des Hohenfelser Widersachers. Aber es half nichts. Wenige Meter vor dem Ziel entschied  Hardy Flum den erbitterten Zweikampf für sich. Nur 44 Hundertstelsekunden trennten Silber von Bronze. Der vom Sprint zum Wurf umgestiegene Gerhard Adams lieferte im Speerwurf der M80 die zweitbeste Leistung seiner neuen Karriere. Mit 27,50 Metern landete er auf dem 5. Platz. Noch in diesem Winter war er Deutscher Hallenmeister über 60 Meter geworden.

Deutsche Seniorenmeisterschaften vom 30.6. bis 2.7.2017 in Zittau

W40

 

 

 

1.500 m

1.

Martina Schumacher

4:46,70 min

5.000 m

1.

Martina Schumacher

17:54,87 min

W50

 

 

 

Kugelstoß

4.

Margret Klein-Raber

11,84 m

Diskuswurf

4.

Margret Klein-Raber

32,47 m

Hammerwurf

1.

Margret Klein-Raber

46,06 m

M50

 

 

 

1.500 m

2.

Reiner Zender

4:22,42 min

5.000 m

3.

Reiner Zender

16:40,69 min

M80

 

 

 

Speerwurf

5.

Gerhard Adams

27,50 m

Lutwin Jungmann
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