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15.04.2016

Saisoneinstieg von Gesa Felicitas Krause über 2.000 Meter Hindernis

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Saisoneinstieg von Gesa Felicitas Krause über 2.000 Meter Hindernis
Die 52. Auflage des Internationalen Rehlinger Pfingstsportfestes wirft ihre Schatten voraus. Inzwischen stehen die Disziplinen des Hauptprogramms fest, und die Zusammenstellung der Teilnehmerfelder läuft auf Hochtouren. Am Pfingstmontag, den 16. Mai 2016 können sich die Zuschauer im Bungertstadion auf insgesamt 17 Disziplinen freuen, acht bei den Frauen und neun bei den Männern.
Neu im Programm ist dabei erstmals ein 2.000 Meter Hindernislauf der Frauen, wo auch schon die ersten Weltklasseathletinnen zugesagt haben - allen voran die 23-Jährige Gesa Felicitas Krause (LG Eintracht Franfurt). Nach den guten Erfahrungen im Vorjahr wählt sie erneut die kürzere Hindernisstrecke zum Saisoneinstieg und absolviert unmittelbar nach einem dreiwöchigen Trainingslager ihren ersten Formtest in Richtung Olympische Spiele. 2015 stellte sie in Pliezhausen zum Saisonauftakt in 6:15,52 Minuten einen inoffiziellen deutschen Rekord auf, den sie am Saisonende beim ISTAF in Berlin noch einmal auf 6:04,20 Minuten steigerte. Beim Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften in Peking, erkämpfte sie sich auf der vollen Distanz über 3.000 Meter Hindernis sensationell Bronze. Das war die erste deutsche WM-Medaille in einer Stadionausdauerdisziplin seit Tokio 1991. Für Gesa Felicitas Krause ist es der erste Hindernisauftritt beim Rehlinger Pfingstportfest. Bisher war sie nur vor einigen Jahren als U20-Athletin über 800 Meter im Bungertstadion am Start.
In Rehlingen trifft sie diesmal unter anderem auf die Äthiopierin Etenesh Diro, gegen die sie schon mehrfach im Finale bei globalen Titelkämpfen gelaufen ist. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London und den Weltmeisterschaften in Moskau 2013 kam die Äthiopierin, die sechs Tage vor dem Pfingstsportfest ihren 25. Geburtstag feiert, als jeweils Fünfte noch vor der jungen Deutschen ins Ziel. Aus dem Olympiajahr stammt auch ihre Bestzeit über 3.000 Meter Hindernis, welche mit 9:14,07 Minuten etwa fünf Sekunden schneller ist als die von Gesa Felicitas Krause. In Peking verpasste sie in den Finaleinzug dagegen um knapp zwei Sekunden und musste zusehen, wie Gesa Felicitas Krause zu Bronze stürmte. Auch beim Vergleich der Jahresbestzeiten hatte sie erstmals das Nachsehen.
Man darf gespannt sein, wie es am Pfingstmontag auf der kürzeren Strecke aussieht. Auf der Rechnung haben sollte man dort aber auch die erst 19-Jährige Zewdenesh Mamo, die ebenfalls aus Äthiopien kommt. Die Zweite der Olympischen Jungendspiele 2014 in Nanjing ist die kürzeren 2.000 Meter Hindernis zuletzt im Alter von 17 Jahren gelaufen. Ihre Bestzeit von damals steht bei 6:24,59 Minuten.
In Rehlingen wird zudem die französische Meisterin Ophélie Claude-Boxberger am Start sein, die erst seit 2014 über die Hindernisse unterwegs ist und sich seither stetig verbessert hat. Im letzten Jahr belegte sie in Pliezhausen den zweiten Platz hinter Gesa Felicitas Krause und über 3.000 Meter Hindernis ist sie inzwischen viertschnellsten Französin aller Zeiten. Gut möglich, dass beide bei den Saisonhöhepunkten, den Europameisterschaften in Amsterdam und den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro erneut aufeinander treffen. (Autor: Manuel Keil)
 
Fotografin: Chai von der Laage
 
Lutwin Jungmann

 

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